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"Kunststoff reparieren statt entsorgen!"
Die am Fahrzeug im Außenhautbereich sowie in den häufigsten Stoßzonen verbauten Kunststoffteile, wie
zum Beispiel Stoßfänger und Stoßfängerblenden, aber auch Scheinwerfer- und Kühlergehäuse, werden
heutzutage mit folgenden Beschädigungsarten in Mitleidenschaft gezogen:
- starke Verformung
- Risse und Durchbrüche
- leichte Kratzer und Abschürfungen (mit einer Tiefe von weniger als 1 Millimeter)
- leichte Kratzer bis ins Substrat (Kunststoffuntergrund-tiefer als 1 Millimeter)
- leichte Verformung
- Abgebrochene Halter und Befestigungselement
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Bei der A-Klasse von Mercedes-Benz bspw. sind die mit Pfeilen gekennzeichneten Einzelteile
aus Kunststoff:
- Kotflügel
- Außenspiegel
- Heckklappe
- Stoßstangen
- Radkappen (sofern vorhanden)
- Scheinwerfer
- Heckleuchten
- Türgriffe
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Diese Beschädigungen bedürfen jedoch nicht unbedingt einer Erneuerung. Hier setzt die Kunststoffreparatur
an.
Audi A3
Chrysler Voyager:
BMW:
Zur Behebung der genannten Schadenarten sind folgende Reparaturverfahren möglich, wobei zwischen
drei Kunststoffarten, unterschieden wird.
| Kunststoffarten |
| Thermoplaste |
schweißbar und recycelbar
(z.B. Stoßfänger, Kühlergrill) |
| Duroplaste |
nicht schweißbar, nur spannend verformbar
(z.B. Kühler u. Scheinwerfergehäuse) |
| Elastomere |
nicht schmelzbar, nicht löslich, sehr elastisch
(z.B. Dichtungen, weiche Spoiler) |
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| Reparaturmethoden |
| Spachteln |
Für die Reparatur von kleinen Schäden, wie z.B. Kratzer und Abschürfungen. |
| Schweißen |
(nur für Thermoplaste) Bei dem Schweißverfahren wird ein Temperatur geregeltes Heißluftschweißgerät verwendet, bei dem mit oder ohne Schweißzusatz gearbeitet wird. |
| Kleben |
Klebeverfahren mit 2-Komponenten-Matrialien. Schrammen, Risse und Löcher lassen sich mit dem Klebeverfahren auf der Basis eines 2-Komponenten-Polyrethan Klebers problemlos reparieren |
| Versteifen |
(Armieren mit Verstärkungsgewebe) |
| Laminieren |
Das Handlaminierverfahren (Werkstoffe aus Schichten verschiedenartigen Materials zusammensetzen),ist in der Kunststoffverarbeitung und in der Reparatur durch den Bootsbau bekannt. Aufgrund Gewichtsreduzierung und der rundungsfreundlichen Formgebung werden in der PKW -Serien Produktion und bei Tuning-Teilen glasfaserverstärkter Kunststoff(GFK) eingesetzt. Die "GFK" gehören zur Gruppe der Duroplaste, und lassen sich deshalb nicht schweißen. Für Beschädigungen an faserverstärkten Kunststoffen wie "GFK" gibt es die altbewährte Reparaturmethode mit Glasfasermatten und ungesättigtem Harz (Polyester bzw. Epoxy). |
| Thermisches Rückverformen |
Falls erforderlich, kann bei Thermoplasten durch thermisches Rückformen (Temperatur ca.100 C) die Form des Teiles wiederhergestellt werden. |
| Lackieren |
Strukturierte Oberflächen von Kunststoffteilen wie Stoßfänger, Armaturenbrett oder Steinschlagschutzblenden können bei Beschädigungen durch eine spezielle Lackiertechnik wiederhergestellt werden. Anschließend muß eine eventuelle Überlackierung, entsprechend den Vorschriften der Lackhersteller erfolgen. |
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